Erklärung der Verbände: Handeln, bevor es zu spät ist

Seit Beginn der Corona-Krise haben die Unternehmen der Getränkewirtschaft – auch als engste Partner der Gastronomie – erhebliche finanzielle Nachteile erleiden müssen. Obwohl die monatelange Schließung der Gastronomie und die Absage vieler tausend Veranstaltungen unmittelbar zu massiven Einbußen auf Seiten der Hersteller und des Fachgroßhandels geführt haben, war es nur einem geringen Teil der Betriebe möglich, Überbrückungshilfen des Staates in Anspruch zu nehmen.
Durch die Folgen der Corona-Krise ist die Kapitaldecke bei vielen Unternehmen der Getränkewirtschaft sehr dünn geworden. Sie sind nicht in der Lage, die wesentlich bedrohlichere, akute Situation zusätzlich noch zu bewältigen.

Internet-Plattform zur Versorgung mit Kohlensäure

Der Deutsche Brauer-Bund startet eine Online-Plattform zur Unterstützung von Betrieben der Getränkeindustrie, die ausgelöst durch die Energiekrise mit einem akuten Mangel an Kohlensäure zu kämpfen haben.

Offener Appell der Brauwirtschaft

In weiten Teilen der mittelständisch geprägten deutschen Brauwirtschaft macht sich Existenzangst breit. Hunderte Betriebe, viele tausend Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Sie drohen Opfer einer völlig verfehlten Energiepolitik inmitten der schwersten Krise der bundesdeutschen Wirtschaft seit dem Krieg zu werden. Die massiven Einbußen, die die deutsche Brauwirtschaft, insbesondere der einst starke Mittelstand, in den zwei Jahren der Corona-Pandemie durch die Auswirkungen staatlicher Maßnahmen erlitten hat, sind noch lange nicht ausgeglichen. Rücklagen, durch deren Einsatz wirtschaftliche Durststrecken befristet überstanden werden könnten, sind durch die Folgen der Corona-Krise längst aufgezehrt.

Wichtiges Signal in Zeiten der Krise

Der Deutsche Bundestag hat Steuererleichterungen für kleinere Brauereien und die Gastronomie beschlossen. Nach intensiver mehrmonatiger Diskussion stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten dem Gesetz zur Änderung von Verbrauchsteuergesetzen zu. Mit dem Gesetz wird die EU-Alkoholstrukturrichtlinie umgesetzt sowie die EU-Systemrichtlinie. Die Alkoholstrukturrichtlinie regelt die Harmonisierung der Verbrauchsteuern auf Alkohol und alkoholische Getränke in Europa. Die Systemrichtlinie bezieht sich auf das Verfahren zur Besteuerung, Beförderung und Lagerung von Tabakwaren, Alkohol und alkoholischen Getränken.

Brauereien geht die Kohlensäure aus

„zdf heute“ erklärt, wie es zu dem aktuellen Kohlensäuremangel kommt. Einige Unternehmen fahren ihre Produktion bereits zurück. Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes bezeichnet die Situation als äußerst besorgniserregend.  

Kohlensäuremangel plagt Brauereien

„Tagesschau.de“ greift den derzeitigen Kohlensäuremangel in der Ernährungsindustrie auf. DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele betont, dass der Mangel dramatische Auswirkungen für viele Betriebe in der deutschen Brauwirtschaft habe. Aktuell seien nur 30 bis 40 Prozent der üblichen Liefermengen verfügbar.

Brauer und Mineralwasserhersteller haben nicht mehr genug Kohlensäure

„DIE ZEIT“ berichtet über den aktuellen Kohlensäuremangel in Deutschland und zitiert den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele: „Für viele betroffene Betriebe hat das dramatische Auswirkungen.“ Kohlensäure wird in der gesamten Ernährungsindustrie für verschiedene Produktions- und Verpackungsprozesse dringend gebraucht.